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Gesunde Bienen kaufen – regional, verantwortungsvoll und mit Blick auf die Bienengesundheit

teil es:

Wer Bienen kauft, übernimmt Verantwortung – für die eigenen Völker, für benachbarte Imkereien und für die Gesundheit unserer gesamten Bienenstände in der Region. Gerade in Zeiten zunehmender Tierseuchen und wachsender Belastungen für Honigbienen ist es besonders wichtig, beim Kauf von Bienenvölkern, Ablegern oder Königinnen auf Herkunft, Gesundheitsstatus und Seriosität der Anbieter zu achten.

Unser Appell lautet daher: Wenn möglich, kaufen Sie Ihre Bienen aus dem regionalen Umfeld. Regionale Herkünfte bedeuten meist kürzere Transportwege, bessere Anpassung an Klima und Trachtverhältnisse sowie mehr Transparenz über die Haltungsbedingungen. Ebenso wichtig ist, dass die Tiere aus nachweislich gesunden Beständen stammen. Ein günstiger Preis sollte niemals wichtiger sein als die Bienengesundheit.

  • Bevorzugen Sie Anbieter aus der eigenen Region oder dem näheren Umkreis.
  • Fragen Sie nach dem Gesundheitsstatus der Völker und nach bekannten Untersuchungsergebnissen.
  • Seien Sie besonders vorsichtig bei unklarer Herkunft oder fehlenden Angaben zum bisherigen Standort.
  • Vermeiden Sie unnötige Verbringungen von Bienen über weite Entfernungen.
  • Achten Sie bei Ihren eigenen Völkern konsequent auf Anzeichen von Brutkrankheiten und melden Sie Verdachtsfälle umgehend den zuständigen Stellen.

Wie aktuell und wichtig dieses Thema ist, zeigt die jüngste Entwicklung im Kreis Offenbach: Dort wurde nach einem Fall in Langen nun auch in Mainhausen die Amerikanische Faulbrut bestätigt. Die folgenden Informationen geben den aktuellen Stand wieder und sollten von allen Imkerinnen und Imkern aufmerksam gelesen werden.

Wichtige Mitteilung für Imkerinnen und Imker im Kreis Offenbach

Trotz zahlreicher Vorsichtsmaßnahmen breitet sich die Amerikanische Faulbrut (AFB) weiterhin aus. Nach positiven Fällen in einem Bienenbestand in Langen wurde nun auch eine Infektion in Mainhausen bestätigt.

Wichtige Informationen:

Die AFB ist für Menschen ungefährlich. Auch der Honig betroffener Bienenvölker kann bedenkenlos konsumiert werden.

Auswirkungen auf die Bienen:

Für die Bienen ist diese bakterielle Erkrankung jedoch äußerst relevant, da sie zu hohen Verlusten der Völker bis hin zum Totalverlust führen kann. Die Erreger verbreiten sich rasch durch extrem widerstandsfähige und langlebige Sporen. Typische Anzeichen sind unter anderem dunkel verfärbte, eingesunkene und teils löchrige Zelldeckel, ein lückiges Brutbild, eine fadenziehende kaffeebraune Masse in den Zellen, teilweise fauliger Geruch der Larven sowie schwache Völker. Dies entspricht den aktuellen Angaben des Kreis Offenbach und des Landesbetriebs Landwirtschaft Hessen.

Maßnahmen des Veterinäramts:

Das Veterinäramt hat umgehend reagiert: Rund um den Ausbruchsort in Mainhausen wird ein Sperrbezirk eingerichtet. In dem betroffenen Radius von 800 Metern befinden sich Teile von:

  • Mainflingen
  • Klein-Welzheim (Seligenstadt)

In den kommenden Wochen werden alle in diesem Gebiet registrierten Bienenvölker amtlich untersucht. Nach Angaben des [Kreis Offenbach]() sind dort aktuell 13 Bienenvölker registriert.

Dringender Aufruf:

Das Veterinäramt bittet alle Imker im gesamten Kreisgebiet, ihre Bienenvölker gesetzeskonform zu melden, abzumelden oder umzuziehen. Bitte teilen Sie möglichst genaue Informationen mit, einschließlich:

  • Koordinaten
  • Straße
  • Hausnummer
  • Flurstück

Ein kurzer Hinweis per E-Mail an das Veterinäramt des Kreises Offenbach reicht aus. Nach der aktuellen Mitteilung kann eine unterlassene Meldung gegebenenfalls mit einem Bußgeld geahndet werden. Weitere Informationen finden sich in der Pressemitteilung des Kreis Offenbach.  siehe auch www.kreis-offenbach.de/afb-mainhausen.